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Aber wie? Schulter

5 Rümpfe und Decks sind fertig. Thorsten bringe ich den Satz am Wochenende, da ich da sowieso auf der Durchreise bin. Mit Volker möchte ich mich gerne in den nächsten oder übernächsten Woche treffen. Dieter bekommt seinen per GLS (ich kann aber nicht versprechen, dass ich das diese Woche noch schaffe, abzuschicken). Dominik ist verschollen Confused

Was ist zu tun? Die Rumpfschalen sind nur grob besäumt, da muss man nochmal mit etwas Schleifpapier über die Kanten. Die Fuge zwischen den beiden Formhälften hat sich auf den Rumpfschalen abgezeichnet und muss verschliffen (evtl verspachtelt) werden. Der Ruderkoker kann eingeklebt werden und ein Schlitz für die Kielflosse reingesägt werden. Achtung! Orientiert euch beim Bohren des Lochs für die Ruderachse und beim Einsägen des Schlitzes für die Flosse nicht an der Naht, die durch die zweigeteilte Rumpfform entstanden ist. Diese Naht ist nicht genau in der Mitte, sondern wandert zum Heck hin etwas nach außen. Messt die Rumpfmitte auf jeden Fall vorher nochmal genau aus, bevor ihr bohrt und sägt.

In den Rumpf muss dann die Kieltasche und Masttasche eingesetzt werden. Wie es geht, könnt ihr bei RC-N nachlesen unter "Hurra, wir bauen ein Modellsegelboot". Ist zwar ein bekloppter Threadtitel, aber Peter baut Boote, wie andere Brezeln backen und weiß, wie man es macht.

Wenn die Kiel-/Masttasche drin ist, kann das Servobrett und die Schotführung eingebaut, sowie Spante angepasst werden. Ihr braucht einen Hauptspant, der die Kiel-/Masttasche mit den Wantpüttings verbindet, einen Spant im Vorschiff unter dem Vorstag und evtl. noch einen kleinen Spant neben dem Ruderkoker. Das Deck braucht im Cockpitbereich noch eine Verstärkung am Holepunkt der Großschot. Am hinteren Ende der Cockpit-Seitenwände muss noch eine Verstärkung angebracht werden für eine Achterstagbefestigung.

Für 3 Deckel sind Vertiefungen im Deck vorhanden. Wenn ihr die Öffnungen ausschneidet, lasst 5mm Rand von der Vertiefung stehen, so dass ihr eine Auflage für die Deckel habt. Die Deckel passen genau in die Vertiefungen, müssen aber auch noch besäumt werden. Die rauhe Seite mit dem Abreißgewebe ist bei den Deckeln oben. Muss also noch geschliffen, gespachtelt und lackiert werden.

A propos Abreißgewebe: Ihr erkennt das an den roten Kennfäden. Am besten, ihr reißt das erst dann ab, wenn ihr die Oberfläche weiterbearbeitet. Das Abreißgewebe hinterlässt eine rauhe Oberfläche, auf der man direkt kleben kann und schützt die Fläche vor Schmutz und Fett. Wenn ihr irgendwo was ankleben wollt, wo kein Abreißgewebe ist, müsst ihr die Klebestelle vorher mit grobem Schleifpapier aufrauhen.

Wenn alles im Rumpf ist, was rein muss, könnt ihr die Rumpfschale mit dem Deck verkleben. Das Deck hat dafür einen angeformten Klebewinkel, der genau in die Rumpfinnenwand passt. Auf der Rumpfinnenseite liegt ein Streifen Abreißgewebe, der vorher entfernt werden muss (zum Teil hat er sich schon selbst entfernt, dort müsst ihr nochmal anschleifen).

Die Rumpfschalen müssen sicherlich vor dem Lackieren nochmal gefüllert werden. Da die Schalen nicht unter Vakuum gebaut werden konnten, gibt es noch kleinere Poren in der Oberfläche. Die bekommt man gut mit Wischfüller verschlossen https://www.lackcenter-berlin.de/product...a18fce9e0f
Dann nochmal mit normalem Füller grundieren und schleifen, bevor der endgültige Lack drauf kommt. Am Heck haben die beiden Formhälften leider einen kleinen Versatz von 2-3 Zehntel Millimetern bekommen, der sich auch auf den Rumpfschalen wiederfindet. Da müsst ihr noch etwas schleifen.

Das war erstmal, was mir spontan einfällt. Ich hoffe, dass das Forum in Zukunft wieder mehr genutzt wird, sich gegenseitig bei der Lösung der Probleme zu unterstützen und Ideen auszutauschen.
Hallo Dieter

ich werde mal einen kompletten Erfahrungsbericht demnächt hier posten.
so, erstmal sorry für die lange Wartezeit, war mit meiner neuen IOM beschäftigt.

Rumpf

Von der Verdrängung passt alles, mit einer 3,5 kg Bombe liegt es perfekt auf der Wasserlinie,da ich beim bauen nicht gerade Leichtbau betrieben habe, ist durchaus 3,7- 3,8 kg möglich. Es muss auf einer absoluten wasserdichten Zugangsklappe ausgestattet werden, da sich an der Stelle immer  Wasser sammelt, auch sollten hinten in der Heckschürze 1 loch mittig oder 2 etwas seitlich gebohrt werden, da sonst kein Wasser ablaufen kann und sich alles im Cockpit sammelt.

Anhänge

Die auf dem Plan angegebenen Stellungen sind richtig, passt alles, boot liegt Neutral

Kielflosse: Auf dem Prototypen 55 cm, ich würde zu einer längeren raten, bei der grossen Sergelfläche geht es bis 2-3 bft, 3 ist schon fast am Limit und es schöpft viel Wasser, daher wäre 70 cm und 3,8 kg Bombe wohl das beste

Ruder :vielleicht etwas klein und vom profil ein bisschen dick, funktioniert aber, ist ja auch eine ACC und keine IOM, eine gewisse "Trägheit" sollte schon drin sein. Vorsicht mit volkers Ruderkoker, er sollte gut eingefettet und innen nachpoliert werden, hat sonst tendenz sich etwas "festzufressen"

Mast

Der von Dieter vorgebogene Mast ist wunderschön, aber leider zu steif, bzw, man kann den Mast nicht mehr an die Segelform anpassen. Ich hatte zuerst einen Mastkoker gebaut , aber so ging kaum was, habe dann schliesslich den Mast auf Deck gesetzt, mit 3 verschiedenen Stellungen. Auch die von mir geplanten nach hinten versetzten Wanten als Achterstag  ersatz haben sich als nicht ausreichend erwiesen, man bekommt da einfach nicht genug Spannung drauf um eine steife Vorderstag zu trimmen,  die fock wehte dauern aus. Ersetzt wurde das ganze dann durch einen Achterstagbügel und eine Achterstag nach hinten ( Ende des Cockpits, anfang heckschürze) Ganz nach hinten geht nicht, da ist der Rumpf zu weich, beste lösung wäre hier ende des Schanzkleides. ( Also dort vor dem zusammenkleben von rumpf und deck etwas auffütern um Püttinge anbringe zu können.

2 Wantenpaare aus Draht reichen.

elektronik und diverses

Es ist im Rumpf, trotz der Grösse, nicht viel Platz, auch natürlich durch das Cockpit gegeben, heisst man muss da ein bisschen planen, Schotführung ging bei mir über eine Endlosschleife , die mittels einer seitlich am Kielkasten angebrachten Stange nach Vorne führte ( wie bei der Rubin),  Die Grossschot dann über eine Umlenkrolle hinten auf deck zum Traveller der auf der grossen mittleren Winsch befestigt war, Fockschot ebenfalls über eine Umlenkrolle, diesmal aber Innen und dann zum austritt auf dem Vordeck.

Heute würde ich es anders machen, ich würde die Grosschot ganz hinten am Baum anschlagen, es ist nämlich die einzige   Stelle wo sio sich nicht , vor allem bei Halsen in einer Winsch/ Ruderrad/ Kaffemühlen verfangen kann.

Arbeitet man mit nur einer Winsch muss dann im schotverlauf der Fock eine fliegende Rolle eingebaut werden um den Weg zu halbieren, so kommt man auf 36 cm und 18 cm Baumlänge , was dann auch passt.

Mit 2 Winschen und Pc anlange kann man natürlich beides mischen und kann dann auch auf 2 billige Hitec Euro Winschen zurückgreifen.

( und behält sich die möglickeit einer Genua)

Allerdings könnte es ein daß man hier auf Grund der geringen einbauhöhe die Winschen liegen einbauen muss , oder wenn Mittig dann sehr eng beienander und ruderservo seitlich oder dahinter.

Falls die hintere Öffung gross genug ist, würde ich allerdings das Ruderservo dort einbauen ( lieber eine lange Leitung als ein langes gestänge)

Falls noch Fragen , beantworte ich sie gerne
Wenn man das vorher erfahren hätte, hätte man einige Punkte gleich korrigieren können. Nun ist es zu spät, schade.

Zum Mast: Wenn der Mast so steif ist, dass man ihn nicht ans Segel anpassen kann, dann muss man das Segel halt an den Mast anpassen. Schöner wäre es natürlich, wenn der Mast so nachgiebig ist, dass man noch gewisse Trimmmöglichkeiten hat. Dass man den Mast auf Deck stellt, weil er zu steif ist, verstehe ich allerdings nicht.

Zum Achterstag habe ich oben schon was geschrieben. An dem offenen Teil der Rumpfschale hinter dem Cockpit kann man natürlich keine großen Kräfte einleiten. Wie Eric auch sagt muss am Ende der Cockpitseitenwände eine Verstärkung am Deck angebracht werden, an denen man das Achterstag befestigen kann.

Zu den Deckeln: Der hintere Deckel ist gerade groß genug, um Zugang zum Ruderkoker zu haben. Das Ruderservo würde ich ans hintere Ende des großen Ausschnitts bauen (oder so, dass man durch die Öffnung gerade noch herankommt. Dann ist auch das Rudergestänge nicht zu lang (ca. 10cm).

Den kleinen hinteren Deckel würde ich mit Silikon aufkleben. Den muss man ja nur öffnen, um das Rudergestänge ein- oder auszuhaken. Für den großen Deckel hatte ich überlegt, den Spalt einfach mit einem Streifen Klebeband von außen abzudichten.
[attachment=1973]
Rot ist das Deck mit der Vertiefung, blau ist der Deckel. Was gestrichelt dargestellt ist, müsst ihr raus- oder abtrennen.

Wenn das nicht ausreicht, kann man noch einen Rahmen in den Deckel und  an die Auflagefläche des Decks bauen, zwischen denen man eine Dichtung anbringt.
[attachment=1974]
Ich hatte den Mast auf das Deck gestellt um ihn wenigsten nach Achtern stellen konnte, ein Mastkoker hätte da eh kein Vorteil gehabt. Das mit segel am Mast anpassen ist so eine Sache, sicher geht das, aber man muss sich trotzdem die möglichkeit offen halten den Twist einzustellen, und das war so kaum möglich.

Das Problem kommt meiner Meinung daher weil der Mast vorgebogen war, ser Gleiche Mast gerade sollte sich meiner Meinung nach trimmem lassen können

Eric Lhoir schrieb:
Ich hatte den Mast auf das Deck gestellt um ihn wenigsten nach Achtern stellen konnte, ein Mastkoker hätte da eh kein Vorteil gehabt. Das mit segel am Mast anpassen ist so eine Sache, sicher geht das, aber man muss sich trotzdem die möglichkeit offen halten den Twist einzustellen, und das war so kaum möglich.

Das Problem kommt meiner Meinung daher weil der Mast vorgebogen war, ser Gleiche Mast gerade sollte sich meiner Meinung nach trimmem lassen können


Ich kapiere das immer noch nicht: Den Twist stellt man ein, indem man die Mastbiegung über Vor- und Achterstag ändert. Wenn der Mast zu steif ist, dann lässt sich das halt nicht ändern. Ist der Mast zu weich, wird die Mastkurve zu rund oder man bekommt nicht genügend Zug auf das Vorstag.

Die Vorlieksrundung muss halt angepasst werden an die Mastkurve und die Maststeifigkeit.

wollen wir uns jetzt darüber streiten warum ich den Mast auf Deck gestellt habe? Rofl

Ich habe halt was ausprobiert, weil man mit dem Koker überhaupt keinen Einfluss auf den Mast hatte, so konnte ich wenigsten ihn nach achtern ziehen um Spannung  auf die Vorstag zu bekommen.

Walicky besitzt auch steife Masten und stellt sie aufs Deck.


Ich bleibe halt bei meiner Meinung daß der Mast nicht vorgebogen sein sollte.

( ist aber auch nur meine Meinung)
weil es meiner Meinung nach  wichtig ist das Segel, egal wie gut an den Mast angepasst , trotzdem einstellen zu können um es den windbedingungen anzupassen.

ein 100% am Mast angepassten Segel zu schneiden dürfte sich zudem  als sehr schwierig erweisen.
Ich glaube das Hauptproblem ist die Vorbiegung, ein gerader Mast sollte sich , denke ich mal, genug trimmen lassen
Oh nein, aufgegeben wird nicht. Biggrin

Was lange dauert wird um so besser.Tongue
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